Veröffentlicht in Allgemein, Leseproben

Leseprobe -3-

„Zu diesen vielfältigen Empfindungen und Emotionen gab es dann „erschwerend“ noch meine Nahtoderfahrung, die ich erleben durfte. Zu dieser Zeit empfand ich es als „erschwerend“, da diese Reise mich komplett aus meiner bis dahin akzeptierten und für wahr erachteten Realität heraus katapultiert hat.

Nun wusste ich von der Existenz dessen, dass es noch etwas ganz anderes, Allumfassendes gibt, was für unsere Augen nicht sichtbar ist. Dieser Blick, den ich, wie viele andere mit mir, die ebenso eine Nahtoderfahrung erlebt haben, machen durfte, veränderte in meiner Sichtweise über das Leben einfach alles. Das Wissen darüber, dass es etwas Wundervolles und Höheres auf einer nicht vorstellbaren Weise und auch nicht mit Worten zu erfassenden Intensität gibt, ließ für mich jede Begegnung, jeden anderen Menschen, alles was überhaupt existierte, in einem ganz anderen Licht erscheinen.

Ich war zunächst verwundert über meine neu ausgerichteten Empfindungen, die Intensität meiner Wahrnehmung und die bedingungslose Liebe, welche sich in mir ausbreitend, auf alles um mich herum bezog und kontinuierlich ausweitete. Ich begann nur sehr, sehr langsam zu verstehen, was mit mir geschehen war. Nur sehr bruchstückhaft und dosiert begann sich mein Geist zu erinnern und befähigte mich, auf einer anderen Ebene die großen Zusammenhänge unseres Daseins zu erfassen.

Meine Erinnerung an eine unglaubliche Stille, an ein unfassbares Gefühl von tiefstem Frieden und unermesslichem Glück, lässt mich auch heute Probleme und Sorgen mit einer für mich überraschenden Gelassenheit hinnehmen. Seither trägt mich die Gewissheit, dass alles in vollkommener Ordnung ist, so wie es ist. Es gibt mir die Kraft, meinen Schlaganfall und die damit verbundenen körperlichen Beeinträchtigungen zu akzeptieren und anzunehmen.

Ich konnte mich plötzlich nicht mehr darüber beklagen oder glauben, das Schicksal hätte es nicht gut mit mir gemeint.

Das Gegenteil war der Fall!

Ich konnte mit der Zeit erkennen oder vielmehr fühlen, dass alles einer höheren Ordnung diente.
Es war etwas, was Gegensätze aufzuheben schien. Denn die Begrenztheit unserer Sichtweise und unsere Vorstellung von Trennung ist eine große Illusion. Es gibt viel mehr, als das, was wir unsere Realität nennen.

Das Komische oder eigentlich Logische an dieser Angelegenheit war, dass ich trotz meiner Erlebnisse und meinem Blick in diesen grenzenlosen Raum und das gefühlte Wissen über die Unendlichkeit, trotzdem hier mein Leben führen musste oder besser gesagt, weiterhin freudig leben darf und es somit auch wieder in die Reihe bringen und gesund werden wollte.

Mit allen Möglichkeiten, die mir zur Verfügung standen. Mit all meiner körperlichen Kraft, die zu diesem Zeitpunkt jedoch komplett gewichen zu sein schien. Allerdings glaubte ich fest daran, sie irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt wieder vollständig aktivieren zu können, da mein geistiges Potenzial mit jedem Tag wuchs.“

 

(c) Copyright Textauszug Buch „Alles auf Null und noch einmal von Vorne“, Stefanie Will

 

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Autor:

Ich freue mich über deinen Besuch und dein Interesse. Wenn du mehr über mich und mein Sein erfahren möchtest, besuche doch einen meiner Blogs. Von Herzen Stefanie

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